Bewertung und Finanzierung von Schienen­verkehrs­projekten

Die Bewertung von Schienenverkehrsprojekten zählt zur Kernkompetenz unseres Unternehmens. Bei Antragstellern und Zuwendungsgebern haben wir uns den Ruf eines unabhängigen und kompetenten Ratgebers erworben. Dies betrifft insbesondere die Erstellung von Entscheidungsgrundlagen für komplexe Projekte die in der (Fach-)Öffentlichkeit kontrovers diskutiert werden.

 

Am Beginn der Entwicklung von Schienenverkehrsprojekten steht immer eine betriebs- und gesamtwirtschaftliche Bewertung. Während für private Finanzierungsträger betriebswirtschaftliche Aspekte im Vordergrund stehen, beruhen Investitionsentscheide bei öffentlichen Finanzierungsträgern in der Regel auf der Abwägung gesamtwirtschaftlicher Kriterien.

 

Je nach Finanzierungsquelle ist die Anwendung unterschiedlicher Instrumentarien üblich:

 

Investitionen in den schienengebundenen ÖPNV in Ballungsräumen werden nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) als Maßnahmen »zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden« gefördert, der Nachweis der Förderwürdigkeit erfolgt nach der Standardisierten Bewertung.

 

Neu- und Ausbaumaßnahmen für den Schienengüter- und den Schienenpersonenfernverkehr werden mit Mitteln des Bundesschienenwegeausbaugesetzes (BSchwAG) auf Grundlage des Bundesverkehrswegeplanes (BVWP) und hieraus abgeleiteten Bedarfsplänen finanziert, die Beurteilung dieser Vorhaben erfolgt mit Hilfe des BVWP-Bewertungsverfahrens.

 

Neu- und Ausbaumaßnahmen für den Nah- und Regionalverkehr außerhalb von Ballungsräumen werden mit Mitteln nach § 8.2 BSchwAG finanziert, bei Gewährung von zinslosen Darlehen ist eine Bewertung entbehrlich, bei der Gewährung von Baukostenzuschüssen (BKZ) erfolgt der Nachweis der Förderwürdigkeit nach der Standardisierten Bewertung oder nach einem vereinfachten Projektdossierverfahren.

 

Infrastrukturvorhaben im Bereich der transeuropäischen Verkehrsnetze (»TEN-Projekte«) und Vorhaben mit europäischer Bedeutung können durch den Kohäsionsfond (»zur Stärkung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts von EU-Mitgliedsstaaten«) und den Strukturfond EFRE (Europäischer Fond für regionale Entwicklung) mit EU-Mitteln gefördert werden, Voraussetzung ist eine Bewertung nach dem Verfahren der EU.

 

Bezüglich aller gängigen Bewertungsverfahren verfügen wir über einen umfassenden Erfahrungshintergrund sowohl hinsichtlich der Entwicklung der betreffenden Instrumentarien als auch in deren pragmatischer Anwendung.

Projektdossiers

Aufstellung des Bundesverkehrswegeplans 2030 – Teil Schiene

Verkehrliche Voruntersuchung und Standardisierte Bewertung für die Wiederinbetriebnahme der Potsdamer Stammbahn

 

 

 

 

 

 

 

Seite drucken