Entwicklung des Luftverkehrs in der Schweiz bis 2030

Entwicklung des Luftverkehrs in der Schweiz bis 2030

Erarbeitung einer Gesamtstudie über die langfristige Entwicklung des Schweizer Luftfahrtsystems.

 

Ausgangssituation

Um für den Sachplan »Infrastruktur der Luftfahrt (SIL)« und für das ebenfalls bei der Eidgenossenschaft angesiedelt Projekt »Luftfahrt und Nachhaltigkeit (NHL)« eine gemeinsame Grundlage zu haben, war eine Gesamtstudie über die langfristige Entwicklung des Schweizer Luftfahrtsystems zu erarbeiten.

Die Prognosen für die schweizerischen Landesflughäfen Zürich, Genf und Basel-Mulhouse sowie die Regionalflughäfen Bern, Lugano, St. Gallen und Sion erfolgten zunächst für den Planungshorizont 2020 und für die Zwischenjahre 2010 und 2015. Danach erfolgte ein Ausblick bis 2030.

 

Um aus den Prognosen den Infrastrukturbedarf ableiten zu können, wurden die Prognosen für die Schweizer Flughäfen unter der Prämisse der Engpassfreiheit durchgeführt, das heißt, es wurden zunächst keine Kapazitätseinschränkungen unterstellt.

 

Für den Flughafen Zürich wurden darüber hinaus für den laufenden SIL-Koordinationsprozess spezifische Fragen im Rahmen der Prognosen erörtert.

 

Vorgehensweise/​Methodik

Die vorliegenden Prognosen wurden unter Verwendung eines Prognosemodells durchgeführt, mit dem sowohl die flughafenübergreifende Verkehrsentwicklung als auch die flughafenspezifischen Entwicklungen, wie z. B. für den Flughafen Zürich, prognostiziert werden können. Es handelt sich um ein Gesamtverkehrsmodell, das heißt, der Luftverkehr wird als Teil des Gesamtverkehrssystems behandelt und auf diese Weise sowohl die Ergänzungsfunktion des Landverkehrs (z. B. im Zulauf zum Luftverkehr) als auch die Konkurrenzfunktion des Landverkehrs (z. B. Hochgeschwindigkeitsverkehr der Bahn als Ersatz von Kurzstreckenflügen) berücksichtigt.

 

Das Prognosemodell für den Passagier- und den Luftfrachtverkehr berücksichtigt sowohl die autonome Verkehrsnachfrageentwicklung, hervorgerufen zum Beispiel durch die sozio-ökonomische Entwicklung, als auch die Verkehrsnachfrageentwicklung, die durch das Verkehrssystem beeinflusst wird, also das Luftverkehrsangebot (luftseitig, landseitige Erschließung, Luftverkehrstarife). Dies wird durch die Verwendung zweier hauptsächlicher Prognosestufen erreicht:

Auf differenzierten Analysen (Fluggastbefragungen, Quelle-Ziel-Matrizes) beruhende Prognose der flughafenunabhängigen Entwicklung der Luftverkehrsnachfrage je Region nach Herkunfts- und Zielgebieten bzw. Versand- und Empfangsregionen.

 

Zuscheidung der Luftverkehrsnachfrage auf die relevanten Flughäfen in Abhängigkeit vom Flugangebot und der landseitigen Erreichbarkeit.

 

Die Prognoseannahmen zur Bevölkerungsentwicklung, zur Wirtschaftsentwicklung, zur Infrastruktur im Landverkehr und (außerhalb der Schweiz) im Luftverkehr, zu den Flug- und Fahrpreisen u.a. wurden auf der Basis abgesicherter Grundlagen mit dem Bundesamt für Zivilluftfahrt abgestimmt.

 

Ergebnisse

Das Passagieraufkommen (in Mio) an den schweizerischen Flughäfen steigt von 28,6 Mio. im Jahr 2004 auf 52,7 Mio. im Jahr 2020 an. Dies entspricht einem Zuwachs von 84 % oder 3,9 % per annum.

Die sich aus den Nachfragewirkungen ergebenden Flugbewegungen im Linien- und Charterverkehr (in 1000) sind in der folgenden Tabelle dargestellt.

Projektdaten

Auftraggeber: Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL), Bern

Bearbeitungszeitraum: 2005

Ansprechpartner bei Intraplan: Dr. Markus Schubert, Bernd Kollberg

 

Ansprechpartner

Dr.-Ing. Markus Schubert

 

 

 

 

 

 

 

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