Integrierte ÖPNV-Planungen

Durch Integrierte ÖPNV-Planungen in Ballungsräumen werden die mittel- bis langfristigen Zielsetzungen hinterfragt und Lösungswege aufgezeigt. Der ÖPNV ist hierbei integraler Bestandteil des Motorisierten Gesamtverkehrs. Die Wechselwirkungen zwischen MIV-Ausbau und ÖPNV-Ausbau werden aufgezeigt. Bei längerfristigen Betrachtungszeiträumen werden die sozio-ökonomischen Entwicklungen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den ÖPNV in Szenarien abgebildet.

 

Schwerpunkt bei Integrierten ÖPNV-Planungen sind in der Regel Ausbau- und Neubaumaßnahmen im schienengebundenen ÖPNV. Im Ballungsräumen mit unterschiedlichen Systemen (U-Bahn und Straßenbahn) sind Grundlagen für einen Systementscheid zu erarbeiten. Auch hier sind neben rein verkehrlichen auch verkehrswirtschaftliche Aspekte von Bedeutung. ÖPNV-Schienenausbau ohne GVFG-Förderung der Infrastrukturmaßnahmen ist für die betroffenen Kommunen nicht leistbar. Der Nachweis möglicher GVFG-Zuschüsse für Einzelmaßnahmen muss deshalb Gegenstand einer Integrierten ÖPNV-Planung sein. GVFG-Zuschüsse für die Infrastrukturmaßnahmen reichen als Entscheidungsgrundlage für die verantwortlichen Kommunalpolitiker nicht aus, weil diese ausschließlich für Erstinvestitionen fließen, die Kommune als Aufgabenträger für den ÖPNV aber die Folgekosten zu tragen hat. Deshalb ist eine Folgekostenrechnung für das in einer Integrierten ÖPNV-Planung entwickelte Zielkonzept von entscheidender Relevanz.

 

Die Firma Intraplan hat in den vergangenen Jahren Integrierte ÖPNV-Planungen (z.T. unter anderem Titel) für Großstädte wie München, Berlin, Frankfurt, Nürnberg, Leipzig, aber auch für Großräume wie z.B. für den Großraum Basel im Dreiländerdreieck Schweiz, Frankreich und Deutschland erstellt und mit diesen Planungen wesentliche Grundlage für den ÖPNV-Ausbau geschaffen.

 

Eine Integrierte ÖPNV-Planung stelle hohe Anforderungen an den Gutachter hinsichtlich

 

der Schaffung valider Grundlagen insbesondere bei der Abbildung der ÖPNV-Nachfrage.

 

des konzeptionellen Abstraktionsvermögens bei iterativen Planungsabläufen.

 

der Erfahrung im Umgang mit Verkehrsmodellen nebst kritischer/​distanzierter Würdigung derer Ergebnisse und

 

verkehrsökonomischer Zusammenhänge.

 

 

 

 

 

 

 

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