Korridoruntersuchung München – Regensburg

Korridoruntersuchung München – Regensburg

Betriebssimulation der Bahnstrecke Nürnberg – Neumarkt i. d. Opf. – Regensburg unter besonderer Berücksichtigung der S-Bahn Nürnberg – Neumarkt i. d. Opf.

 

Ausgangssituation

Im Rahmen der Untersuchungen zur Teilfortschreibung des Gesamtverkehrsplanes Großraum Nürnberg (GVGN) wurde die Einrichtung einer S-Bahn-Verbindung zwischen Neumarkt i. d. Opf. und Nürnberg Hauptbahnhof untersucht und bewertet. Bei der Betrachtung der betrieblichen Randbedingungen auf der betroffenen Bahnstrecke von Nürnberg über Feucht, Neumarkt i. d. Opf. nach Regensburg stellte sich heraus, dass eine Überlagerung des S-Bahn-Verkehrs mit dem Güterverkehr zu Kapazitätsproblemen führt. Daraufhin wurde in einem weiteren Schritt eine betriebliche Untersuchung durchgeführt, die Möglichkeiten aufzeigen sollte, wie die Bahnkapazität der Bahnstrecke Nürnberg–Neumarkt i. d. Opf.–Regensburg erhöht werden kann.

 

Infrastrukturausbau

In den Untersuchungen wurden insgesamt vier verschiedene Infrastrukturvarianten mit

Infrastrukturergänzungen für den S-Bahn-Betrieb,

Verdichtung der Blockabstände zwischen Neumarkt i. d. Opf. und Feucht,

Umbau des Bahnhofs Neumarkt i. d. Opf.,

Umbau des östlichen Bahnhofskopfes in Feucht

 

untersucht. Für die aufgezeigten Infrastrukturfälle wurden Betrachtungen hinsichtlich der möglichen Zahl an Güterzugtrassen sowie der betrieblichen Qualität angestellt.

 

Betriebssimulation

Unter Berücksichtigung der Maßnahmen Blockverdichtung sowie Umbau des Bahnhofes Neumarkt i. d. Opf. wurde mit Hilfe einer Betriebssimulation untersucht, ob die unterstellten Maßnahmen im Zusammenspiel mit dem zu unterstellenden Betriebsprogramm eine für den Netzbetreiber akzeptable Betriebsqualität aufweisen.

 

Ergebnis

Unter Berücksichtigung einer S-Bahn zwischen Nürnberg Hauptbahnhof und Neumarkt i. d. Opf. kann das unterstellte Betriebsprogramm im gesamten Korridor bei Betrachtung der Verspätungsentwicklung im Streckenverlauf mit Ausnahme der RegionalBahnzüge (RB) von Regensburg nach Neumarkt i. d. Opf. mit mindestens befriedigender bis teilweise sogar sehr guter Betriebsqualität durchgeführt werden. Die mangelhafte Betriebsqualität der RB zwischen Regensburg und Neumarkt i. d. Opf. ist teilweise durch die heutige Signal- und Gleisinfrastruktur bedingt, da im Streckenabschnitt Neumarkt i. d. Opf. – Regensburg sehr große Blockabstände vorliegen und in der Fahrrichtung Regensburg keine seitenrichtigen Überholmöglichkeiten vorhanden sind.

Die Realisierung der S-Bahn Neumarkt i. d. Opf. ist unter den gegebenen Randbedingungen mit einer akzeptablen Betriebsqualität machbar. Es sollten aber begleitende kapazitätssteigernde Maßnahmen im Abschnitt Neumarkt i. d. Opf. – Regensburg untersucht werden, wenn auf dieser Strecke zukünftig mit einer starken Steigerung der Güterzugzahlen gegenüber dem Status quo zu rechnen ist.

 

Projektdaten

Auftraggeber: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, München

Bearbeitungszeitraum: 2001–2002

Ansprechpartner bei Intraplan: Anja Fritsch

 

Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Anja Fritsch

 

 

 

 

 

 

 

Seite drucken