Nachfrageprognose für das Betreibermodell BAB A4 Eisenach /​ Hörselberge (A-Modell)

Nachfrageprognose für das Betreibermodell BAB A4 Eisenach /​ Hörselberge (A-Modell)

Erstellung einer detaillierten Prognose des Verkehrsgeschehens auf der Konzessionsstrecke und der entsprechenden Mauteinnahmen.

 

Aufgabenstellung

Die DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und ‑bau GmbH) hat im Jahr 2006 eine Konzession »Betreibermodell BAB A4 Eisenach /​ Hörselberge (A-Modell)« ausgeschrieben, die den Neubau von 25 km sowie Erhaltung und Betrieb von weiteren 20 km der Autobahn A4 in Thüringen umfasste. Um diese Konzession mit einem Investitionsvolumen von ca. 300 Mio. Euro hat sich (letztlich erfolgreich) das Konsortium Hochtief /​ Vinci beworben.

 

Wir waren für dieses Konsortium während der Ausschreibung tätig, um die zur Ausarbeitung des Angebots an die DEGES benötigten Verkehrs- und Einnahmeprognosen zu erstellen und das Konsortium in Fragen der Verkehrsentwicklung zu beraten. Der Konzessionär erhält über die Konzessionslaufzeit von 30 Jahren eine Refinanzierung, die sich am tatsächlichen Mautaufkommen auf der Konzessionsstrecke bemisst. Daher war es essentielle Grundlage der Kalkulation des Angebots, eine detaillierte Prognose des Verkehrsgeschehens auf der Konzessionsstrecke und der entsprechenden Mauteinnahmen zu erstellen.

 

Untersuchungsmethodik

In einem ersten Schritt wurde eine Erfassung der verkehrlichen Situation im Basisjahr 2004 vorgenommen. Dazu wurden Verkehrsnetze erstellt, die ganz Europa umfassen und im engeren Untersuchungsgebiet, d.h. insb. in Thüringen, sehr fein detailliert sind. Eine Verkehrsstrommatrix wurde erzeugt und anhand veröffentlichter Straßenzählwerte kalibriert.

 

Für die Verkehrsprognose wurden Stützjahre innerhalb des 30-jährigen Konzessionszeitraumes definiert, für die dann mittels der von Intraplan entwickelten Verkehrsplanungssoftware »RegioPlan« eine detaillierte Prognoserechnung durchgeführt wurde. Die übrigen Jahre wurden durch Interpolation in die Zeitreihe ergänzt.

 

Bei der Berechnung der Verkehrsprognosen wurden die Entwicklung von sozioökonomischen Größen (Wirtschaftswachstum, Einwohnerverteilung), verkehrspolitische Lenkungsmaßnahmen sowie die Netzentwicklung berücksichtigt. Damit ergibt sich für jedes Prognosejahr ein Abbild des Verkehrsgeschehens im Allgemeinen und auf der Konzessionsstrecke im Besonderen.

 

Untersuchungsergebnis

Dem Konsortium wurde eine Zeitreihe der jährlichen mautpflichtigen Befahrungen der Konzessionsstrecke sowie der zugehörigen Mauteinnahmen zur Verfügung gestellt. Diese bildete die Basis für die Berechnung der verkehrsabhängigen Einnahmen aus der Konzession und somit die Grundlage für die Kalkulation der Angebotskonditionen durch das Konsortium. Weiterhin wurden diverse Sensitivitätsrechnungen durchgeführt, die die Auswirkungen der einzelnen Determinanten des Verkehrswachstums auf das Verkehrsgeschehen auf der Konzessionsstrecke sichtbar machen.

 

Darüber hinaus wurden diverse Expertisen erstellt, die das Konsortium bei der Berechnung des Erhaltungsaufwandes sowie bei den Verhandlungen mit den Fremdkapitalgebern unterstützten.

 

Projektdaten

Auftraggeber: Bewerberkonsortium Hochtief /​ Vinci

Bearbeitungszeitraum: 2006–2007

Ansprechpartner bei Intraplan: Dr. Markus Schubert, Tobias Kluth

 

Ansprechpartner

Dr.-Ing. Markus Schubert

Dipl.-Math. oec. Tobias Kluth

 

 

 

 

 

 

 

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