Qualitätsstandards im Nahverkehrsplan der Landeshauptstadt München

Qualitätsstandards im Nahverkehrsplan der Landeshauptstadt München

Studie zur Ermittlung der Qualitätsstandards im Nahverkehrsplan der Landeshauptstadt München

 

Aufgabenstellung und Ergebnisse

 

Im Auftrag des Planungsreferates der Landeshauptstadt (LH) München wurde von uns im Jahre 2001 die Studie Qualitätsstandards im Nahverkehrsplan der LH München erstellt. Grundlage war der auf Basis der Integrierten ÖPNV-Planung erstellte Nahverkehrsplan für die LH München.

 

In einem ersten Arbeitsschritt erfolgte eine Gegenüberstellung der unterstellten Bedienungskonzepte mit dem Fahrplanzustand 1997 (Zeitpunkt des Abschlusses der Finanzierungsvereinbarung zum Nahverkehrsplan) sowie mit dem Fahrplanzustand zu Beginn des Jahres 2000. In den meisten Fällen ergab sich eine gute Übereinstimmung der definierten Qualitätsstandards mit den unerstellten Bedienungskonzepten.

 

Bei der im zweiten Arbeitsschritt durchgeführten Betrachtung der Fahrzeugauslastungen traten im Betriebszweig S-Bahn auf den Zulaufstrecken zur Stammstrecke Überlastungen in der morgendlichen Spitzenstunde auf. In den Betriebszweigen U-Bahn und Straßenbahn waren Überlastungen nur in Einzelfällen auf kurzen Streckenabschnitten festzustellen.

 

Im dritten Arbeitsschritt wurde die räumliche Erschließung des Stadtgebietes durch den Öffentlichen Verkehr durch die Einzugsbereiche der im Verbund-Fahrplan 2000/​2001 bedienten Haltestellen abgebildet. Auf Basis der räumlichen Gliederung der Datenbasis MVV Region München wurden die ca. 700 Verkehrszellen auf dem Münchner Stadtgebiet in Gebietstypen in Abhängigkeit der jeweiligen Nutzungsdichte eingeteilt. Bei der Definition der maßgebenden Radien für die Haltestelleneinzugsbereiche wurde nach den unterschiedlichen Betriebszweigen und dem Gebietstyp im Einzugsbereich der betreffenden Haltestellen unterschieden. In nahezu allen Bereichen wurden die Qualitätsstandards der räumlichen Erschließung erreicht oder übertroffen.

 

Der verkehrszellenspezifische Erschließungsgrad wurde mit einem Punktesystem mit den Kriterien

Bedienungshäufigkeit (40 %),

Fahrzeugauslastung (30 %) und

Haltestelleneinzugsbereich (30 %)

 

gemessen. Bei über 85 % der Verkehrszellen wurden die gesetzten Qualitätsstandards vollständig erreicht. Für die Zukunft bietet sich eine turnusmäßige Überprüfung der Einhaltung der in diesem Projekt überprüften Qualitätsstandards an.

 

Projektdaten

Auftraggeber: Planungsreferat Landeshauptstadt München

Bearbeitungszeitraum: 2001–2002

Ansprechpartner bei Intraplan: Bernd Kollberg

 

Ansprechpartner

Dipl.-Vw. Bernd Kollberg

 

 

 

 

 

 

 

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