Studie zur bedarfsgerechten Infrastrukturentwicklung für den Regionalluftverkehr in der Metropolregion Rhein-Neckar

Studie zur bedarfsgerechten Infrastrukturentwicklung für den Regionalluftverkehr in der Metropolregion Rhein-Neckar

Ermittlung und Prognose (2030) des Geschäftsreisebedarfs im Linienflugverkehr und in der Business-Aviation, sowie Einschätzung der flugbetrieblichen Infrastruktur und Bewertung der luftverkehrlichen Erschließung als Standortfaktor. Abwägung möglicher Handlungsoptionen um den Luftverkehr in der Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) als ein Standortfaktor für die regionsansässigen Unternehmen weiterhin attraktiv zu erhalten und zu gestalten.

 

Aufgabenstellung

 

 

Folgende Fragestellungen waren zu untersuchen:

Ermittlung des heutigen und künftigen Bedarfs im Segment Business-Aviation (Bedarfsanalyse)

Aufzeigen des aktuellen technischen Stands der flugbetrieblichen Infrastruktur (Infrastruktur-Analyse)

Darstellung der Entwicklungsmöglichkeiten anhand mehrerer Szenarien (Entwicklungsszenarien)

Ermittlung der positiven und negativen wirtschaftlichen Effekte der einzelnen Szenarien (regionalwirtschaftliche Effekte)

Die Erstellung des Gutachtens sollte in einem begleiteten Prozess in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Regionalluftverkehr, der mit Vertretern der Faktionen der Verbandsversammlung des Verbandes Region Rhein-Neckar besetzt ist, erfolgen.

 

 

Vorgehensweise

 

Vorgehen bei der detaillierten Machbarkeits- und Nutzwertanalyse

Aufbauend auf den Grundlagen eines früheren Gutachtens von Intraplan wurde zur Ermittlung der Verkehrsnachfrage und des Verkehrsbedarfs der Datenstand mit aktuellen veröffentlichen und gutachterinternen Daten fortgeschrieben und aufgabenspezifisch ergänzt sowie erneut zur Auswertung herangezogen. Die Ermittlung des künftigen Bedarfs mit Fokus auf die Business-Aviation erfolgt auf Basis vorliegender nationaler und internationaler Prognosen.

 

Die Entwicklungsmöglichkeiten der flugbetrieblichen Infrastruktur wurden anhand mehrerer Szenarien untersucht, deren positiven und negativen wirtschaftlichen Effekte im Kontext der jeweiligen Machbarkeit und Durchsetzbarkeit sowie des jeweiligen Nutzwertes beleuchtet wurden.

 

Die Szenarien wurden hierbei auf Grundlage umfassender Informationen der lokalen infrastrukturellen Gegebenheiten, der Verfügbarkeit von Technologien und technischer Einrichtungen für den Flugbetrieb, der relevanten Luftfahrzeugmuster und der aktuellen Luftfahrtgesetzgebung (EASA) als denkbare bzw. zu prüfende Handlungsoptionen in Absprache mit dem Arbeitskreis Regionalluftverkehr festgelegt. Zur Bewertung der Szenarien vor dem Hintergrund, die Erreichbarkeit und Erschließung der Metropolregion Rhein-Neckar im Geschäftsreiseflugverkehr zu stärken bzw. zu sichern, wurde ein mehrstufiger Prozess durchlaufen, dessen Kernelement eine detaillierte Nutzwertanalyse darstellt, die die Ergebnisse speziell hierfür durchgeführter Expertengespräche von Luftverkehrsnutzern aus der Region einbezieht.

Für den Business-Jet-Betrieb erforderliche Pistenlängen

Aufwandsabschätzung zur Reduzierung der Wetterabhängigkeit des Flugbetriebs

 

 

Untersuchungsergebnis

 

Erschließung Deutschlands für den gewerblichen Businessjet-Betrieb (Piste › 1500 m, IFR, hier: ohne Flughäfen mit Slotkoordinierung für Business Aviation)

Unter anderem belegt durch eine Auswertung der Luftverkehrsgunst konnte festgestellt werden, dass die Metropolregion Rhein-Neckar durch die Nähe zum größten mitteleuropäischen Flughafen Frankfurt Main überdurchschnittlich gut bedient ist. Die Flughafenerweiterung mit dem neuen Terminal 3, sowie diverse planerische Maßnahmen bezüglich des Bahnangebots werden diese Situation noch weiter verbessern.

 

Der Bedarf für Regionalluftverkehr und Business-Aviation in der Region wurde quantitativ und unter anderem anhand der regionalwirtschaftlichen Bedeutung dieses Verkehrssegmentes aufgezeigt. Verschiedenen Handlungsoptionen um die luftverkehrliche Infrastruktur bedarfsgerecht zu erhalten oder weiterzuentwickeln wurden methodisch mit Hilfe einer Nutzwertanalyse abgewogen. Es konnte gezeigt werden, dass die Optimierung der bestehenden Anlagen unter anderem durch Einbeziehung jüngst für die zivile Luftfahrt verfügbar gewordener satellitenbasierter Navigationsverfahren unter Abwägung von Bedarf, Aufwand und Nutzen zu favorisieren ist.

 

 

Projektdaten

 

Auftraggeber: Verband Region Rhein-Neckar mit Unterstützung von IHK Pfalz und IHK Rhein-Neckar

 

Bearbeitungszeitraum: 2014-2015

 

Ansprechpartner

Dr.-Ing. Markus Schubert

Dr.-Ing. Philipp Böck

 

 

 

 

 

 

 

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