Verkehrsnachfrage

Ausgangspunkt der Beratungstätigkeit in der Gründungsphase unseres Unternehmens war die Analyse und Prognose der Verkehrsnachfrage. Heute gängige verhaltensorientierte Nachfragemodelle gehen auf Grundlagenarbeiten unseres Hauses beispielsweise im Rahmen des Gesamtverkehrsplans für den Großraum Nürnberg oder dem Flächennutzungs- und Generalverkehrsplan der Landeshauptstadt München am Ende der 70er und zu Beginn der 80er Jahre zurück.

 

Schon früh haben wir die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen solcher Verkehrsmodelle erfahren. Diese Modelle sind in der Lage, Verkehrsverhalten anhand gängiger Einflussgrößen (z.B. Pkw-Verfügbarkeit, Einordnung in Personengruppen, Verkehrsmittelnutzerkosten, verfügbare Einkommen etc.) zu erklären und Nachfragewirkungen bei Änderung dieser Einflussgrößen zu prognostizieren.

 

Ihre Grenzen haben solche Nachfragemodelle jedoch in der detailgenauen Abbildung von Nachfrageströmen, wie dies beispielsweise für belastbare Bewertungen von Infrastrukturmaßnahmen oder von alternativen Bedienungskonzepten des ÖPNV unerlässlich ist. Hier hat sich gezeigt, dass der erforderliche Genauigkeitsgrad durch Modellrechnungen allein ohne Hinzuziehung weiterer Primärdaten nicht erzielbar ist.

 

Geeignete Primärdaten im ÖPNV sind Fahrgastbefragungen, die turnusmäßig für Zwecke der Einnahmeaufteilung durchgeführt werden. Für den Schienenpersonenfernverkehr sind dies die Daten des elektronischen Fahrscheinverkaufs, die in der überwiegenden Zahl der Fahrscheingattungen auch Informationen über Quelle und Ziel der betroffenen Fahrten enthalten.

 

Haushaltsbefragungen können in der Regel nur Informationen über verhaltensbezogene Daten liefern. Die Hochrechnung auf feinräumige Quelle-Ziel-Matrizen würde einen Stichprobenumfang erfordern, bei dem der hierfür erforderliche Aufwand in keinem angemessenen Verhältnis mehr zu dem zu erwartenden Erkenntnisgewinn steht.

 

Unsere Projekterfahrungen erstrecken sich auf die Erstellung sowohl regionaler/​lokaler als auch internationaler/​nationaler Nachfragematrizen sowie die Auswertung und Qualitätssicherung von Verkehrserhebungen. Dieses Leistungsspektrum wird durch die Prognose des Stellplatzbedarfes für Park&Ride-Anlagen und der Nachfrage im Bereich von Veranstaltungsverkehren abgerundet.

 

Da die verfügbaren Ausgangsdaten in den betreffenden Verkehrsräumen höchst unterschiedlich sind, sind auch die Algorithmen der zur Anwendung kommenden Verkehrsmodelle an die gegebene Datenverfügbarkeit anzupassen. Daher nutzen wir in der Regel keine auf dem Markt erhältliche Standardsoftware, sondern eine hauseigene Software, deren einzelne Modellbausteine entsprechend dem örtlichen Anforderungsprofil zusammengesetzt werden können.

 

 

 

 

 

 

 

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