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Projektdossiers

Zusammenarbeit Telefónica NEXT /​ Intraplan in München und Beispielanalyse »Stadion an der Grünwalder Straße«

Projektdossiers

Zusammenarbeit Telefónica NEXT /​ Intraplan in München und Beispielanalyse »Stadion an der Grünwalder Straße«

Zusammenarbeit Telefónica NEXT /​ Intraplan in München und Beispielanalyse »Stadion an der Grünwalder Straße«

Mit Hilfe anonymisierter Mobilfunkdaten bereitet Intraplan in Zusammenarbeit mit Telefónica NEXT essenzielle Grundlagendaten für Verkehrsanalysen auf. Mit gegenüber konventionellen Methoden moderatem Aufwand lässt sich eine bisher nicht erreichte Qualität und Detailschärfe erzielen. Mit dieser Beispielanalyse eines Heimspiels des TSV 1860 München werden diese neuen Möglichkeiten in der Verkehrsplanung demonstriert.

 

TSV 1860 München ’’zieht um’’ – was bedeutet das aus verkehrlicher Sicht?

 

Seit dem 12.07.2017 steht es fest: Die Insolvenz des TSV 1860 München ist abgewendet, und als künftiger Austragungsort der Heimspiele der Sechziger wird das Stadion an der Grünwalder Straße die Allianz Arena ersetzen. Aber was bedeutet das aus verkehrlicher Sicht? Wie lassen sich abgesicherte Erkenntnisse gewinnen, von woher die Fußballfans zum Stadion anreisen und welche Straßen und welche MVV-Linien künftig von den Fußballfans auf ihrem Weg zum und vom Stadion genutzt werden?

 

Telefónica NEXT und Intraplan kooperieren bei der Beantwortung verkehrlicher Fragestellungen

Telefónica NEXT als Tochterunternehmen des Mobilfunkanbieters Telefónica Deutschland und Intraplan Consult GmbH als Verkehrsplaner haben sich zusammengeschlossen, um für den Großraum München derartige Fragen auf Basis von Analysen aus Mobilfunkdaten zu beantworten. In den letzten Monaten wurde hierzu eine detaillierte Datenbasis aufbereitet, die nun für die Beantwortung von verkehrlichen Fragestellungen zur Verfügung steht. Der Datenschutz ist hier selbstverständlich gewahrt. Telefónica NEXT anonymisiert die Daten mit Hilfe eines dreistufigen und vom TÜV zertifizierten Verfahrens, so dass ein Bezug zu Einzelpersonen nicht herstellbar ist.

 

Analyse eines Heimspiels des TSV 1860 München zur Demonstration der neuen Möglichkeiten in der Verkehrsplanung

Am oben beschriebenen aktuellen Beispiel zeigen die Partner, wie solche Auswertungen funktionieren und welche Vorteile gegenüber klassischen Ansätzen der Verkehrsplanung dadurch entstehen. Insbesondere können aufwendige, aber nur begrenzt mögliche Zählungen und Befragungen reduziert und relativ wenig abgesicherte Modellrechnungen ersetzt werden. Dazu wurde ein früheres Heimspiel des TSV 1860 München im Detail analysiert. Die Wahl fiel auf das zuschauerstarke Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg am Montag, dem 20.02.2017 in der Allianz Arena. Spielbeginn war um 20:15 Uhr und das Spiel endete gegen 22 Uhr. Man erkennt bei zeitlicher Betrachtung (siehe Abb. 1) in den über die anonymisierten Mobilfunkdaten erfassten Bewegungen in der Umgebung der Allianz Arena ganz deutlich eine Verkehrsspitze zwischen 18 und 23 Uhr an diesem Tag, die auf Fußballzuschauer zurückzuführen ist. Dies deckt sich mit den Beobachtungen in der Realität.

 

 

 

Abb. 1: Ganglinien der Fahrten von Besuchern des Fußballspiels lassen sich allein durch Auswertung anonymisierter Mobilfunkdaten stundengenau auf Basis einer großen Stichprobe ableiten.

 

 

 

Dieses Spiel hatte rund 24.000 Zuschauer, von denen (gemäß Website des 1. FC Nürnberg) etwa 10 % mitgereiste Fans der Gastmannschaft waren. Aus den anonymisierten Mobilfunkdaten wurden Herkunft bzw. Ziele der Zuschauer errechnet und dann in einem zweiten Schritt auf die Verkehrsverbindungen im Straßennetz und im MVV-Netz verteilt. Daraus lässt sich die räumliche Verteilung der An- und Abreise der Zuschauer anschaulich erkennen.

 

 

Abb. 2: Auf Basis anonymisierter Mobilfunkdaten errechnetes Anreiseverhalten der Zuschauer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Allianz Arena

 

Abb. 3: Auf Basis anonymisierter Mobilfunkdaten errechnetes Anreiseverhalten der Zuschauer auf der Straße zur Allianz Arena

 

Neuer Spielort – neue Verkehrssituation: Auf dieser Datengrundlage lassen sich die verkehrlichen Effekte bereits im Vorfeld realistisch und robust berechnen

Im Zuge des Wechsels des Spielorts von der Allianz Arena (mit rund 45.000 angebotenen Plätzen bei Heimspielen des TSV 1860 München) in das wesentlich kleinere Stadion an der Grünwalder Straße (mit rund 12.500 zur Verfügung stehenden Plätzen pro Spiel) werden künftig natürlich ganz andere Straßen und MVV-Linien für die An- und Abreise genutzt als bei der Allianz Arena. Welche und in welchem Maße lässt sich vorab noch nicht mit absoluter Sicherheit sagen. Doch es lassen sich durch eine vergleichsweise einfache, aber robuste Berechnung auf der Basis der gezeigten Daten für die Allianz Arena recht detaillierte Erkenntnisse auch für den künftigen Austragungsort der Spiele der Sechziger gewinnen: Indem die Herkunft und die Ziele der Zuschauer der Allianz Arena beibehalten werden und letztere fiktiv durch das Stadion an der Grünwalder Straße ersetzt wird, lassen sich die künftigen Wege der Fußballfans berechnen. Dabei wird natürlich berücksichtigt, dass das Stadion an der Grünwalder Straße kleiner ist und der Zuschauerschnitt nach unten gehen wird. Für diese »rechnerische, aber durchaus realistische» Situation kann dann ebenfalls die Verteilung der an- und abreisenden Fußballfans im Straßen- und MVV-Netz ermittelt und dargestellt werden.

 

 

 

Abb. 4: Vorab berechnetes Anreiseverhalten der Zuschauer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum neuen Spielort, dem Stadion an der Grünwalder Straße – Realistische Aussagen zu sich ändernden Verkehrsbelastungen im öffentlichen Verkehr sind mit dem Einsatz anonymisierter Mobilfunkdaten jetzt auch vorab und ohne den Aufwand konventioneller Verkehrszählungen möglich.

 

 

Abb. 5: Vorab berechnetes Anreiseverhalten der Zuschauer auf der Straße zum neuen Spielort, dem Stadion an der Grünwalder Straße – Realistische Aussagen zu sich ändernden Straßenverkehrsbelastungen sind mit dem Einsatz anonymisierter Mobilfunkdaten jetzt auch vorab und ohne den Aufwand konventioneller Verkehrszählungen möglich.

 

 

 

Es ist deutlich (vgl. Abb. 5 gegenüber Abb. 3), dass ganz andere Straßen zur Zufahrt mit dem Pkw zum Stadion genutzt werden. Beim Spiel in der Allianz Arena fuhr ein Großteil der Fans auf der A99 Richtung Westen, der A9 Richtung Norden (einschließlich an-/​ heimreisender Fans aus Nürnberg und Umgebung), der A99 Richtung Osten und der A9 Richtung Innenstadt. Künftig liegen die hauptsächlich genutzten Strecken im Zulauf zum Stadion an der Grünwalder Straße sehr viel zentrumsnäher. Zu nennen sind hier insbesondere der Mittlere Ring Süd und Ost sowie die A94 Richtung Autobahnkreuz München-Ost und die A96 Richtung Autobahnkreuz München-Südwest.

 

 

 

 

Im öffentlichen Verkehr trug natürlich auch bei den Spielen der Sechziger die U6 die Hauptlast der Erschließung der Allianz Arena. Dabei ist zu berücksichtigen, dass nicht nur die Anzahl der Zuschauer in der Allianz Arena höher war, als das im Stadion an der Grünwalder Straße möglich sein wird, sondern dass zusätzlich der Anteil der MVV-Nutzer für das Grünwalder Stadion deutlich höher sein wird, als das bei der Allianz Arena der Fall ist. Letztere ist mit dem Pkw sehr gut erschlossen – wohingegen sich Zufahrt und vor allem das Parken am Stadion an der Grünwalder Straße sich deutlich schwieriger gestalten wird.

 

 

 

 

Durch den MVV wird das Stadion an der Grünwalder Straße neben einigen Buslinien (darunter der Expressbus X30) durch die U-Bahn-Linie U1 (Haltestellen Wettersteinplatz und Candidplatz) sowie durch die Trambahnlinien 15 und 25 erschlossen. Um innerhalb kürzester Zeit nach Spielende eine Größenordnung von 10.000 Fußballfans zu befördern, sind ausreichende Kapazitäten bereitzustellen. Wie Abb. 5 zeigt, würde insbesondere die U-Bahn große Fahrgastmengen aufnehmen und Richtung Sendlinger Tor /​ Hauptbahnhof befördern. Bei Abendspielen, die in der vierten Liga häufig um 19:00 Uhr ausgetragen werden, müssen Vorkehrungen getroffen werden, die Doppelbelastungen durch den um 18:00 Uhr noch bestehenden hohen Berufs- und Einkaufsverkehr und gleichzeitig den Verkehr von Fußballfans zum Stadion zu bewältigen. Ähnliches gilt für Samstagsspiele, die um die Mittagszeit ausgetragen werden, wo unter anderem der Einkaufsverkehr eine große Rolle spielt.

 

Anonymisierte Mobilfunkdaten liefern mit nur moderatem Aufwand gegenüber konventionellen Methoden essenzielle Grundlagendaten für Verkehrsanalysen in bisher nicht erreichter Qualität

Mit den hier gezeigten Analysen ließen sich für derartige Vorkehrungen wertvolle Grundlagen gewinnen. Zwar ließe sich am Stadion direkt auch mit »klassischen Zählungen die Verkehrssituation zutreffend analysieren, nicht aber die Frage, wie sich der Verkehr im Verkehrsnetz abseits des Stadions verteilt. Darauf aufbauend lassen die Datengrundlagen sogar Berechnungen zur Wirkung einzelner großräumiger verkehrslenkender Maßnahmen zu. Dies ist nur durch genaue Kenntnisse der Herkunft und des Ziels der Fußballfans möglich, wie sie mit überschaubarem Aufwand und in der notwendigen Qualität nur durch anonymisierte Mobilfunkdaten bereitgestellt werden können.

 

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Ansprechpartner

Dr.-Ing. Markus Schubert

 

 

 

 

 

 

 

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